Nachrichten

Bleiberecht für alle Afghaninnen und Afghanen!

Für eine offene Gesellschaft!
Aufruf zur landesweiten Demonstration
10. Juni 2017 – 12:00 Uhr – Hauptbahnhof Kiel

Mahnwache anlässlich der konstituierenden Sitzung des Landtages
6. Juni 2017 – 9:30 – 11 Uhr – Landeshaus
Düsternbrooker Weg 70 – Kiel

alle Infos unter … Aufruf-Afghanistan-Demo-10-Juni-2017 – PDF

Afghanistan – sicheres Herkunftsland?

Abschieben!  Abschieben! … ist  inzwischen das Leitthema bundesdeutscher Flüchtlingspolitik. Ist dieses Land wirklich sicher?

Die Bundesregierung erklärt Teile Afghanistans zu sicheren „Herkunftsgebieten“.
Die UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR kommt dagegen zu  ganz anderen Ergebnissen. Aus ihrer Sicht hat sich die Sicherheitslage für die Bevölkerung in Afghanistan sogar verschlechtert.

Welche Perspektiven haben Flüchtlinge, die aus Deutschland nach Afghanistan abgeschoben werden?

Wir laden zu einer Diskussionsrunde ein am
Freitag, 28. April 2017 um 19:00 Uhr  mit
Stefan Studt, Minister für Inneres und Bundesangelegenheiten
Dr. Jasmin Azazmah, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.
– ein Geflohener berichtet von seinem Schicksal und der aktuellen Lage im Land

St.Lukas-Zentrum – Holtenauer Str. 327 – 24106 Kiel

Abschied wider Willen – Wie helfen, wenn die Abschiebung droht

Abschied wider Willen – Wie helfen, wenn die Abschiebung droht“

  • Nettekieler Ehrenamtsbüro, WIK – Wir intergieren Kulturen und Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. laden ein zum Vortrag mit Andra Dallek

  • Termin: 7. April 2017, 17.30 – 19.30 Uhr, Neues Rathaus, Eintritt frei

Kiel, 20. März 2017: Zu einem Vortrag mit Andrea Dallek vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. laden das nettekieler Ehrenamtsbüro, gemeinsam mit der Initiative WIK – Wir integrieren Kulturen und dem Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. alle an der ehrenamtlichen Unterstützung Geflüchteter Interessierten herzlich ein. Unter dem Titel „Abschied wider Willen – Wie helfen, wenn die Abschiebung droht“ wird Andrea Dallek über Möglichkeiten, eine Abschiebung gegebenenfalls zu verhindern, oder eine Fortsetzung der Unterstützung auch nach erfolgter Abschiebung informieren.
Ein Vorwissen ist nicht erforderlich.
Andrea Dallek ist Mitarbeiterin im Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V., im Projekt „Dezentrale Flüchtlingshilfe“. Zuständig ist die Soziologin vor allem für die Vernetzung und Weiterbildung von ehrenamtlichen Unterstützer*innen Geflüchteter in ganz Schleswig-Holstein.
Die Veranstaltung findet statt am

Freitag, den 7. April 2017
von 17.30 – 19.30 Uhr
Neues Rathaus, Andreas Gayk-Straße 31,
Eingang D, Stresemannplatz (hinter der Post),
Raum 604 (6. Stock)

Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Vortrag ist ein Angebot im Rahmen des Projektes „Ankommenspatenschaften“, das das nettekieler Ehrenamtsbüro im Mai 2016 gestartet hat. An dem Projekt Interessierte können sich jederzeit beim nettekieler Ehrenamtsbüro melden, entweder telefonisch unter 0431-9015502 oder per Email unter britta.kueper@nette-kieler.de.
Das nettekieler Ehrenamtsbüro ist eine von insgesamt 28 Freiwilligenagenturen in ganz Deutschland, die das Modellprojekt „Ankommenspatenschaften“ umsetzen. Konzipiert von der
Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen­agen­turen e.V. (bagfa), wird es als Teil des Programms „Menschen stärken Menschen“ gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
WiK – Wir integrieren Kulturen“ ist eine Initiative von Menschen in der Wik, die die Bewohner der Unterkunft in der Arkonastraße dabei unterstützen, in ihrer neuen Umgebung Fuß zu fassen und die Wiker vertraut zu machen mit den Kulturen ihrer neuen Nachbarn.
Der Name ist Programm: die Initiative geht hervor aus der „Willkommensinitiative Wik“, die sich im Hebst 2015 spontan gebildet hatte. Heute gilt: Vom „Willkommen“ zum „Ankommen“, und das heißt auch zum Recht auf „Bleiben“, zur Durchsetzung des Rechtes auf Asyl für alle die, die vor Verfolgung, Folter und Bedrohung ihres Lebens zu uns geflohen sind.

Mit der Veranstaltung will die Initiative „WiK – Wir integrieren Kulturen“ ein Angebot für die Ehrenamtlichen in der Wik und im ganzen Stadtgebiet geben, die rechtlichen Möglichkeiten der Geflohenen kennenzulernen und zu erfahren, wo und wie professioneller Beistand von Experten einen konkreten Fall übernehmen kann. Besonderes Augenmerk liegt auf Hinweisen an die Ehrenamtlichen zur Vermeidung von Fehlern, zu ihrem eigenen Schutz ebenso wie dem Schutz der Geflohenen.

nettekieler Ehrenamtsbüro

Das nettekieler Ehrenamtsbüro ist eine Einrichtung der Kreisarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände Kiel mit Unterstützung der Landeshauptstadt Kiel und des Jobcenters Kiel.
Kernaufgabe ist die Beratung und Vermittlung ehrenamtlich Interessierter in alle gesellschaftlichen Bereiche, generationsübergreifend und kostenfrei. Dabei kooperiert das
nettekieler Ehrenamtsbüro mit Vereinen, Initiativen, Kirchengemeinden und anderen Einrichtungen, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind und ehrenamtliche, freiwillige Mitarbeiter suchen. Zudem unterstützt es Projekte zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements, organisiert Veranstaltungen rund um das Thema Ehrenamt und fördert lokale und regionale Vernetzungen zur Stärkung des freiwilligen Engagements.
Ziel ist es, ehrenamtliches Engagement in seiner Vielfalt zu stärken und seine Bedeutung für die Gesellschaft, sowie für jeden Einzelnen, in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Kontakt:
Alexandra Hebestreit
Leiterin nettekieler Ehrenamtsbüro
Andreas-Gayk-Str. 31a, 24103 Kiel
Tel.: 0431/901-5505
E-Mail: alexandra.hebestreit@nette-kieler.de
www.nette-kieler.de

WiK – Wir integrieren Kulturen
Kontakt:
info@wik-kiel.de
https://wik-kiel.de/

Internationaler Treff* WiK

– Immer wieder freitags –

Start:  Freitag, 17. März 2017 ab 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr
Café der Petruskirche – Weimarerstrasse
* ein Treffpunkt mit Freunden

  • gemeinsam essen – jeder bringt etwas mit …
  • spielen, deutsch reden, lachen, entspannen …
  • andere Länder und Kulturen kennen lernen …
  • mehr über den christlichen Glauben erfahren können …
  • jeder kann mitmachen und zum Gelingen beitragen …

Veranstalter: Apostelkirchengemeinde Kiel
Adalbertstr. 10 – 24106 Kiel – Tel.: 0431-16456
Kontakt: Ruth Müller, Andreas Susenbeth

In Kooperation mit der Ehrenamtsinitiative
„WiK-Wir integrieren Kulturen“

 

Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Seit 1979 herrscht in Afghanistan Krieg und Bürgerkrieg. Seit 1979 fliehen Menschen aus Afghanistan. In Deutschland leben rund 250.000 Menschen aus Afghanistan, ungefähr 80 Prozent von ihnen sind 2015 oder 2016 als Flüchtlinge hergekommen. Rund 12.000 Menschen aus Afghanistan leben in Schleswig-Holstein, auch von ihnen kamen die allermeisten in den letzten zwei Jahren als Flüchtlinge.

Rund die Hälfte aller Asylanträge von Geflüchteten aus Afghanistan wird positiv entschieden. Nachdem bis 2015 nur rund 10 Prozent der Anträge abgelehnt wurden, ist diese Ablehnungsquote in den letzten Monaten auf über ein Drittel aller Anträge gestiegen. Zur Zeit leben in Schleswig-Holstein ungefähr 800 abgelehnte AsylantragstellerInnen aus Afghanistan mit einer Duldung, sie sollen ausreisen, ihnen droht die Abschiebung. In ganz Deutschland sind es rund 12.000 Menschen aus Afghanistan, denen die Abschiebung droht.

Besonders aus der Gruppe der Unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlinge (UMF) kommen viele aus Afghanistan. Diese jungen Menschen können sich in kurzer Zeit meistens sehr gut in Deutschland integrieren, obwohl die Asylanträge oft negativ beschieden werden. Dadurch erhalten sie mittelfristig eine Aufenthaltserlaubnis auf der Grundlage guter Integration.

Im Dezember 2016 fand die erste Abschiebung einer Gruppe von 36 abgelehnten Flüchtlingen nach Afghanistan statt. Weitere Gruppenabschiebungen sind angekündigt, seit Deutschland und Afghanistan im Herbst 2016 ein Abkommen zur Erleichterung von Abschiebungen abgeschlossen haben.

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein lehnt bisher Abschiebungen nach Afghanistan ab. Sie hat deshalb die Bundesregierung gebeten, bei der UNO einen aktuellen Bericht zur Sicherheitslage in Afghanistan anzufordern. Diesen hat das UNHCR (UNO-Flüchtlingshilfe) am 22. Dezember 2016 vorgelegt. Darin heißt es, im ersten Halbjahr 2016 habe die Zahl ziviler Opfer den höchsten Stand seit 2009 erreicht. Dabei gibt es Opfer von Kampfhandlungen, Opfer von Anschlägen und Bombardierungen, aber auch Opfer von explosiven Kampfmittelrückständen (insbesondere Kinder).

Außerdem kehrten 2016 mehr als 610.000 Flüchtlinge aus Pakistan und mehr als 420.000 Flüchtlinge aus dem Iran zurück, meistens gewaltsam vertrieben und unter Zurücklassung ihres Eigentums. Dadurch sind Flüchtlingslager und Infrastruktur innerhalb von Afghanistan völlig überlastet.

  • Vor diesem Hintergrund unterstützen wir den Innenminister von Schleswig-Holstein in seiner Ablehnung von Abschiebungen nach Afghanistan und fordern ihn dazu auf, bei dieser Haltung zu bleiben.
  • Wir bitten die Ratsversammlung der Landeshauptstadt Kiel, diese Haltung durch eine ähnliche Resolution zu unterstützen.
  • Wir bitten die Ausländerbehörde in Kiel, alle Spielräume für humanitäre Entscheidungen auszuschöpfen, um abgelehnten afghanischen Flüchtlingen mit Duldung einen weiteren Aufenthalt zu ermöglichen und sie über alle Möglichkeiten zu beraten, eine Aufenthaltserlaubnis zu erlangen.
  • Wir fordern andere Foren, Runde Tische und Beiräte dazu auf, ähnliche Resolutionen zu beschließen.
  • Wir bitten Vorstand und Geschäftsführung, diese Resolution an die Landesregierung, die Ratsversammlung und andere Foren & Runde Tische weiterzuleiten.

Ankommenspatenschaften

Das Ehrenamtsbüro „nettekieler“ hat ein Projekt für Ankommenspatenschaften gestartet. Dafür werden laufend noch einheimische Paten gesucht, auch für Geflüchtete aus der Gemeinschaftsunterkunft in der Wik. Erste wichtige Informationen finden Sie im Infoblatt, das sie *hier* als PDF herunterladen können. Bei Interesse melden Sie sich einfach bei der auf dem Flyer angegebenen Kontakt-Adresse. Das nettekieler Ehrenamtsbüro berät Sie gerne und beantwortet weitere Fragen.

Ministerpräsident Albig besucht „Willkommen in der WIK“

Am vergangenen Montag hatten wir hohen Besuch. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig machte sich in der „Werkstatt für kreative Unruhe“ ein Bild von der ehrenamtlichen Arbeit, die in der Wik geleistet wird. Wir hatten in dafür in Haus 1 im Anscharpark eingeladen. In den Räumen, in denen die Kreativgruppe mindestens zweimal die Woche die Türen für Bewohner der TMS öffnet, informierte er sich über die Arbeit der einzelnen Gruppen, lauschte einem musikalischen Beitrag und unterhielt sich mit Ehrenamtlern und Bewohnern der TMS.
Während des Termins ist auch ein Video entstanden (vielen Dank an die Staatskanzlei). Alle, die nicht dabei waren, können sich ein Bild vom Besuch machen

Eine große Überraschung war die Auszeichnung „Schleswig-Holstein hilft“ für alle ehrenamtlichen Helfer der Initiative. Wir freuen uns sehr, dass das Land Schlewig-Holstein ehrenamtlichen Helfern in der Flüchtlingshilfe auf diesem Weg etwas Anerkennung zollt, und das wir zu den ersten gehören, die den Anstecker erhalten haben.

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Weitere Berichte aus der Presse finden sich hier

Vernissage „Zwischen den Kulturen“ am 05.02.

Am Freitag, den 05.02. wird im Netzwerk-Laden in der Holtenauer Straße 69 die Foto-Ausstellung „Zwischen den Kulturen“ von Klaus-Henning Hansen eröffnet. Der Fotograf hat Menschen porträtiert, die Deutschkurse an der Förde-VHS besucht haben. Die Vernissage beginnt um 18.30 Uhr. Im Anschluss wird es ein kleines Internationales Büffet geben, dass von geflüchteten Menschen zusammen gestellt wurde, die die Sprachförderungsangebote des Stadtteilnetzwerkes genutzt haben.
Alle wichtigen Infos findet ihr hier.