WiK – Wir integrieren Kulturen

… stellt sich vor

Als im Herbst 2015 viele Geflohene aus den Kriegsgebieten des Nahen und mittleren Ostens zu uns nach Deutschland kamen und in der Wik die Unterkunft in der Arkonastraße eingerichtet wurde, ging auch in unserem Stadtteil, der Wik, eine Welle der Hilfsbereitschaft durch die Bevölkerung. Wir fanden uns mit vielen Hilfswilligen und Gleichgesinnten zusammen unter dem Dach der Initiative „Willkommenskultur Wik“. Wir richteten Sprachkurse ein, bauten eine Kinderbetreuung auf, machten gespendete Fahrräder wieder flott und  organisierten offene Feste der Begegnung mit den Neuankömmlingen.

Heute lebt ein Teil der Geflohenen immer noch in der Unterkunft und müht sich durch die Herausforderungen des Alltags in Deutschland: Wohnungssuche, Arbeitssuche, ein Schulplatz für die Kinder, Betreuung der Kleinkinder. Und natürlich  lastet auf allen an erster Stelle die Frage des Bleibens, also des legalen Aufenthalts in Deutschland, dem Land in dem sie für sich und ihre Kinder eine sichere Zukunft suchen.

Viel ist erreicht, es wurden Wohnungen vermittelt und Schulplätze gefunden, und eine Anzahl der Bewohner der Unterkunft fand eine Perspektive in Ausbildungs- und Schulungsangeboten.

Trotz aller Fortschritte gibt es noch viel zu tun. Kaum eine oder einer der Geflohenen könnte jetzt schon von sich behaupten, in unserem Land wirklich angekommen zu sein. In diesem Sinne machen wir weiter mit unserer Arbeit.

  • Wir malen, zeichnen und basteln mit Kindern und fördern ihre kreative Entfaltung.
  • Wir übernehmen Patenschaften und begleiten unsere Paten bei ihren alltäglichen Aufgaben immer dann, wenn sie sie mangels Sprachkompetenz oder Verständnis nicht allein bewältigen.
  • Kulturintegration ist keine Einbahnstraße. Wir öffnen uns für das Neue, das die Menschen mitbringen, und akzeptieren es, wo es sich mit unserem Verständnis der Grundrechte und Gleichheit der Geschlechter verträgt.
  • Wir haben Spaß daran, gemeinsam mit den Geflohenen zu kochen und deren Gerichte kennenzulernen und zu probieren. In diesem Sinne lässt sich unsere Kulturarbeit so zusammenfassen, wie es kürzlich Mitstreiter in Hamburg salopp auf den Punkt gebracht haben: Fischkopp trifft Falafel